Bauer & Dr. Einmahl

Ingenieurgesellschaft für Automatisierung und Datentechnik
seit 1985

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DVS & MIP

Das Datenverwaltungssystem DVS organisiert sich in einem sogenannten optimierten Vielwegbaum. Das MIP-Verfahren (maximum intensity projection) ist eine gängige Methode in der Tomographie (Angiographie), um medizinische Bilder darzustellen.

Das Datenverwaltungssystem DVS

Die Organisation von DVS erfolgt nach dem sogenannten optimierten Vielwegbaum (B-Baum). Die Effektivität des Systems bezieht sich auf die Datendichte in den Dateien und die Zugriffsgeschwindigkeit auf die Daten. Die Attribute seien noch einmal stichpunktartig erwähnt:

  • Das DVS ist eine konfigurierbare, schlanke Datenbank, ohne Maskenoverhead.
  • Die Zugriffskriterien (Schlüssel) können beliebig über den Datensatz verteilt sein.
  • Es existiert eine Variante DVS-light mit sehr geringem Platzbedarf (konzipiert für "embedded systems").
  • Das Komplettsystem DVS-extend hat zusätzlich umfangreiche Selektions- und Listenfunktionen
  • DVS ist komplett in C geschrieben.
  • Es existiert ein reiches Sortiment an Diagnosetools.

Schneller MIP-Algorithmus

Eine gängige Methode in der Tomographie (Angiographie), um medizinische Bilder darzustellen ist das MIP-Verfahren (maximum intensity projection). Es wird verwendet, um Gefäße auf Anomalien hin zu untersuchen.

MIP-AlgorithmusAus einer bestimmten Blickrichtung kommend, selektiert man längs eines Strahls durch das tomographische Volumen signifikante (z.B. die intensitätsstärksten) Voxel (=kleinstes Volumenelement) aus und bildet diese auf die Projektionsebene ab. Dieses Vorgehen wiederholt man über die gesamte Bildgröße (z.B. 512x512 Bildpunkte) und erhält auf diese Weise die Projektion.
 
Normalerweise ist diese Vorgehensweise recht zeitintensiv und für interaktives Rechnen und Darstellen nicht gut geeignet. Aus diesem Grunde wurde ein Verfahren ("Schnelles MIP") entwickelt, das die Rechenzeit erheblich verringert. Dazu wurde das tomographische Volumen auf die wesentlichen Informationen beschränkt (z.B. die hellsten Bildpunkte, ca. 1% des Gesamtvolumens). Berechnungen für rasche Bildfolgen erfolgen dann nur noch auf der Basis diese reduzierten tomographischen Volumens, was zur raschen Orientierung im allgemeinen vollständig genügt.